Perigee
Funktionsweise
Ein Blasenvorfall ereignet sich, wenn die Wand zwischen der Blase und der Vagina schwächer wird, wodurch die Blase in die Vagina fällt oder sinkt. Diese, einem Leistenbruch ähnliche, Krankheit heißt Zystozele
Beim Gebrauch der PerigeeTM-Nadeln wird ein organisches oder synthetisches Vierpunkt-Gewebe zwischen Blase und Vagina platziert. Das Gewebe verbleibt spannungsfrei in Ihrem Körpergewebe. Es wurde so entworfen, dass Ihr eigenes Gewebe in das implantierte wachsen kann und so eine Unterstützungsstruktur zwischen Blase und Vagina bildet.
Das Benutzen von chirurgischem Gewebe zur Verstärkung ist nicht neu. Es wird umfassend in der Chirurgie verwendet, insbesondere bei der Leistenbruchbehandlung. Das Gewebe ist so entworfen, dass es mit Ihrer Anatomie übereinstimmt und es hat viele Löcher, damit Ihr Körpergewebe hineinwachsen kann und ein unterstützendes System entsteht.
Das Verfahren
Das Perigee-Verfahren ist ein stationäres Verfahren, welches normalerweise unter Vollnarkose durchgeführt wird.
Ihr Arzt wird den Eingriff vaginal durchführen, d.h. ein kleiner Schnitt wird durch Ihre Vagina und durch Ihr Abdomen gemacht. Kleine Nadeln werden durch das Gewebe auf beiden Seiten Ihrer Schamlippen zur Inzision in Ihre Vagina geführt.
Im Allgemeinen umfasst das Perigee-Verfahren die folgenden Schritte (die Vorgehensweise Ihres Arztes kann leicht von dieser hier abweichen):
- Ein Einschnitt wird in der anterioren Vaginalwand gemacht.
- Das Gewebe zwischen Vagina und Blase wird getrennt.
- Zwei Nadeln werden durch beide Seiten Ihrer Schamlippen geführt, um das Implantatsgewebe zur beabsichtigten Stelle zu transportieren.
- Das Implantatsgewebe wird unter der Blase gesichert.
- Die Einschnitte werden geschlossen.
Was erwartet Sie nach dem Eingriff
Ihr Arzt wird Sie auffordern über Nacht im Krankenhaus zu bleiben. Er wird Ihnen möglicherweise auch einen Katheter durch die Harnröhre einsetzen, um den Urin aus der Blase abzuleiten. Zur Infektionsvorbeugung werden Ihnen vielleicht Antibiotika verschrieben; gegen postoperatives Unbehagen eventuell Analgetika (Schmerzmittel).
Während der Heilungsphase sollten Sie Geschlechtsverkehr, schweres Heben und schweres körperliches Training vermeiden. Ihr Arzt wird Ihnen Bescheid geben, wie lange Sie warten müssen und wird Ihnen weitere Informationen über die Pflege und eventuelle Einschränkungen geben.
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