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Monarc

Funktionsweise

Bei Frauen mit Belastungsinkontinenz wurde die Beckenmuskulatur oder das Gewebe durch Schwangerschaft, Geburt, Trauma, Bestrahlung, vorhergehende Operationen, Muskelschäden oder hormonelle Veränderungen geschwächt, wodurch sich die Blase oder Harnröhre (von ihrer normalen Position) lockert.

Ein plötzlich hinzukommender Druck, vom Husten, Niesen, Lachen oder leichtem Heben, kann zu einem unerwünschten Verlust von Urin führen.

 

Das Monarc®-System hilft die Umstände, die Belastungsinkontinenz verursachen, durch eine, die Harnröhre unterstützende, Mesh-Schlingenplastik zu korrigieren. Ein schmaler Streifen aus Polypropylengewebe wird chirurgisch in ihrem Körper platziert, um die Harnröhre zu stützen und einen Auflagepunkt bereitzustellen.

Das selbstfixierende Gewebe verankert sich im Körpergewebe und den Muskeln, die die Harnröhre umgeben.

 

Das Verfahren

Das Einsetzen von Monarc ist ein minimalinvasiver Eingriff, der normalerweise weniger als 20 min unter lokaler, regionaler oder allgemeiner Anästhesie in Anspruch nimmt; je nachdem was ihr Arzt für Sie wählt.

Vor dem Eingriff sollte Sie Ihr Arzt gründlich darüber aufklären, was während der Operation geschieht und wie Sie sich darauf vorbereiten sollten. Ihr Arzt sollte Ihnen die Prozedur auch im Detail erklären und damit verbundene Risiken aufzeigen. Versichern Sie sich, dass Sie alle Bedenken direkt mit Ihrem Arzt besprechen.

Generell umfasst das Einsetzen der Monarc-Schlinge folgende Schritte. (Die Vorgehensweise Ihres Arztes kann leicht von dieser hier abweichen.)

  1. Zwei kleine Einschnitte werden an der Ansatzstelle des Musculus obturator internus an Ihrem Schambein gemacht und einer in Ihrer Vagina.
  2. Zwei schmale Schlingenträger werden durch die Schnitte am Muskel hinein- und durch den Schnitt in der Vagina wieder hinausgeführt.
  3. Die Schlinge ist positioniert und die Träger werden entfernt.
  4. Der Chirurg stellt die Spannung der Schlinge ein.
  5. Inzisionen werden geschlossen.

 

Was erwartet Sie nach dem Eingriff
Es kann sein, dass Ihr Arzt einen Katheter durch die Urethra legt, um direkt nach der Operation den Urin aus der Blase abzuleiten. Der Katheter wird normalerweise entfernt, bevor Sie das Krankenhaus verlassen.

Wenn sich Ihre Blase nicht richtig leert, dann müssen Sie den Katheter eventuell zu Hause weiter benutzen, bis sich ein normales Entleeren einstellt. Zusätzlich kann Ihnen Ihr Arzt Antibiotika verschreiben.

Die meisten Frauen bemerken das Ergebnis, nachdem der Katheter entfernt wurde; normalerweise ein oder zwei Tage nach dem Eingriff.

Obwohl viele Frauen wenig oder keine Schmerzen nach dem Eingriff haben, kann Ihnen Ihr Arzt Schmerzmittel verschreiben, falls Sie welche brauchen.

Die Einschnitte sind klein und verheilen schnell. Für etwa sechs Wochen sollten Sie Geschlechtsverkehr, schweres Heben und körperliches Training vermeiden. Sie können alltäglichen Beschäftigungen nach Einschätzung Ihres Arztes nachgehen, oft bereits nach ein bis zwei Wochen.

Ihr Arzt wird Ihnen weitere Informationen über die Pflege und eventuelle Einschränkungen geben.