Organvorfall / Prolaps
Ursachen
Von einem Beckenorganvorfall sind fast ausschließlich erwachsene Frauen betroffen. Er kann durch geschwächte oder beschädigte Beckenmuskeln oder -bänder hervorgerufen werden. Zu den häufigsten Ursachen hierfür zählen:
- Schwangerschaft
- Geburt: Häufig kann die Belastung und Anstrengung der Geburt (insbesondere Mehrfachgeburten, lange oder schwierige Entbindungen) Ihre Beckenmuskulatur sowie -bänder schwächen oder schädigen.
- Vorherige Operationen: Chirurgische Eingriffe, speziell im Beckenbereich, können Ihre Muskulatur und anderes Stützgewebe beeinträchtigen. Besonders hervorzuheben ist die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie), da bei dieser oftmals wichtige Stützbänder entfernt werden.
- Fettleibigkeit (Adipositas): Zusätzliches Gewicht kann Ihre Muskulatur im Beckenbereich überdehnen und diese im Laufe der Zeit erheblich schwächen.
- Alter: Mit zunehmendem Alter können die Beckenmuskulatur und –bänder nachlassen. Infolgedessen nimmt das Risiko für einen Prolaps zu; es verdoppelt sich für jedes Lebensjahrzehnt. So ist die Hälfte aller Frauen über 45 Jahren betroffen.
- Menopause
- Chronisches schweres Heben
- Husten
- Ethnische Abstammung: Studien zufolge tritt ein Scheidenvorfall bei Frauen nordeuropäischer Abstammung häufiger auf, als bei Frauen afrikanisch-amerikanischer Abstammung. Hispanische und asiatische Frauen zeigen ein höheres Risiko an einem Blasenvorfall (Zystozele) zu erkranken.
- Genetische Veranlagung: Studien belegen, dass die Erkrankung an einem Scheidenvorfall auch erblich bedingt sein kann. Eine Frau, deren Mutter und Schwester einen Beckenorganvorfall erlitten hat, trägt ein höheres Risiko ebenfalls einen Prolaps zu entwickeln.
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