Harninkontinenz

Überblick

„Anfangs habe ich den Urinverlust nur bemerkt, wenn ich etwas sehr Schweres gehoben, gehustet oder geniest habe. Im Laufe der Zeit wurde es dann immer schlimmer. Nun trage ich tagsüber Maxi-Einlagen und nachts Windeln. Ich schäme mich häufig und bin frustiert, ja regelrecht hoffnungslos darüber, dass ich keine Kontrolle über meinen Körper habe.“*

 

Harninkontinenz ist der medizinische Fachbegriff, der den Zustand beschreibt, den Urinfluss aus dem Körper nicht kontrollieren zu können. Meist ist die Ursache ein geschädigter Blasenschließmuskel, der die Harnröhre nicht mehr fest genug zusammendrücken und abschließen kann. Der Urin fließt demnach unwillkürlich (tröpfchenweise oder sogar frei) aus der Blase heraus.

Einige dieser Frauen können den Harnverlust beim Husten, Niesen oder körperlichen Trainieren nicht verhindern. Andere verspüren einen starken Harndrang, schaffen es aber nicht rechtzeitig zur Toilette.

Dieser Zustand kann zu sozialen sowie hygienischen Problemen führen.

Harninkontinenz sollte unabhängig von Ihrem Alter oder auch dem Grad Ihrer Mobilität unter keinen Umständen als „normal“ hingenommen und verschwiegen werden. Es gibt keinen Grund, dass Sie sich als betroffene Frau isoliert fühlen und sich vom „normalen Alltag“ auszuschließen, denn Sie dürften überrascht sein, wie viele Frauen unter Harninkontinenz leiden:

  • Geschätzte 51 Millionen Frauen weltweit,
  • ca. 24% der Frauen zwischen dem Alter von 18 und 44 Jahren¹,
  • annähernd 23% der Frauen über 60 Jahre (in dieser Altersgruppe sind Frauen häufiger betroffen als Männer)²,
  • die Hälfte aller Pflegeheimbewohner.

Heutzutage gibt es viele Therapiemöglichkeiten, mit denen Sie eine Kontinenz wiedererlangen können. Die Wahl der Therapie muss jedoch stets individuell erfolgen.

 

Um Ihnen ein besseres Verständnis für Ihre mögliche medizinische Lösung zu geben, erklären wir Ihnen auf den folgenden Seiten die Physiologie der Blase, mögliche Ursachen, Anzeichen sowie Auswirkungen der Harninkontinenz. Des Weiteren stellen wir Ihnen unsere medizinischen Lösungen vor, wie z.B. die minimal-invasive Therapiemöglichkeit MiniArc, das Schlingensystem Monarc oder der künstliche Blasenschließmuskel für die Frau und geben Ihnen einen Eindruck darüber, was Sie bei Ihrem Arztbesuch erwartet.

Wir hoffen, Sie somit zu einem Arztbesuch ermutigen zu können, denn dies ist der erste Schritt zurück zu einem normalen Alltag! Den richtigen Arzt in Ihrer Umgebung finden Sie hier.

 

 

*Diese Kommentare basieren auf dargelegten Erfahrungen aus überwachten Chatrooms, in denen Patienten ihre Erfahrungen austauschen. Sie geben nicht die Erfahrung einer bestimmten Patientin wieder und sind nicht charakteristisch für alle Nutzer.


1
Palmer MH, Fitzgerald S, Berry SJ, Hart. Urinary incontinence in working women: an exploratory study. Women Health. 1999 v. 29(3) p. 67-82.

2 Hampel C, Wienhold D, Benken N, Eggersmann C, Thuroff JW. Definition of overactive bladder and epidemiology of urinary incontinence. Urology 1997 v. 50 (suppl. 6A) p. 4-14.

3 Overview: Urinary Incontinence in Adults, Clinical Practice Guideline Update. Agency for Health Care Policy and Research, Rockville, MD. March 1996 www.ahrq.gov/clinic/uiovervw.htm.