Harninkontinenz

Physiologie

Bevor wir auf den nächsten Seiten detaillierter auf die Harninkontinenz eingehen, möchten wir Ihnen zuvor die Funktion einer gesunden weiblichen Blase erläutern:

Die Blase ist durch die Harnleiter mit den Nieren verbunden. Über diese läuft stetig Harn in die Blase. Ein ventilartiger Mechanismus verhindert hierbei, dass der Urin wieder zurück in die Harnleiter oder sogar in die Niere läuft.

An den Wänden der Blase befindet sich die Blasenmuskulatur. Diese gibt normalerweise bei Dehnung der Blase über die Nerven eine Meldung an das Gehirn, dass die Blase entleert werden muss. Beim Urinieren werden die Blasenmuskeln kontrahiert und drücken somit die Blase zusammen. Gleichzeitig erhält der weibliche Blasenschließmuskel ein Signal vom Gehirn zur Entspannung.

Dieser Schließmuskel sitzt bei Frauen unterhalb der Blase, umgibt die Harnröhre und ist Teil der Beckenbodenmuskulatur bzw. des Beckengewebes. Der Harn wird durch Kontraktion des Schließmuskels in der Blase gehalten. Durch die bewusste Entspannung des Schließmuskels sowie der Beckenbodenmuskulatur zieht sich die Blase zusammen, die Harnröhre öffnet sich und der Urin kann kontrolliert aus der Blase herausfließen.

 

Für ein willkürliches Wasserlassen sind daher folgende Faktoren notwendig:

  • die Unterstützung der Blase und Harnröhre durch die Beckenmuskulatur
    sowie des Beckengewebes,
  • ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen Muskeln, Nerven und dem Gehirn.

Zum besseren Verständnis, finden Sie hier eine Abbildung des weiblichen Unterleibs.