Erektile Dysfunktion

Physiologie

Bevor wir auf den nächsten Seiten detaillierter auf die ED eingehen, möchten wir Ihnen zuvor die Funktion eines gesunden männlichen Penis bei einer Erektion erläutern. Der normale Erektionsprozess beinhaltet folgende fünf Stufen:

 

1.      Initiale Füllung: Durch psychologische oder sexuelle Stimulation, entspannt sich die glatte Penismuskulatur (Musculus transversus perinei profundus) und bewirkt somit einen steigenden Blutfluss in die Schwellkörper.

2.      Partielle Erektion (Tumeszenz): Die Blutzufuhr steigt, so dass sich die penilen Arterien vergrößern, um diesen ansteigenden Blutfluss aufzunehmen. Die Folge ist die Verlängerung und Vergrößerung des Penis.

3.      Volle Erektion: Das gestiegene Blutvolumen wird am Abfließen gehindert, so dass sich der Penis zur vollen Erektion ausdehnt.

4.      Steife Erektion: Es ist die maximale Steifheit erreicht. Die Eichel (Glans penis) und der Harnröhrenschwellkörper (Corpus spongiosum penis) vergrößern sich so stark, dass die Venen des Penis kräftig zusammengedrückt werden. Dies verstärkt wiederum die Blutwallung und erhält die maximale Steifheit des Penis. Zudem tritt der Orgasmus mit dem Ausstoß der Samenflüssigkeit und der Ejakulation ein.

5.      Wiedererlangen der Schlaffheit (Detumeszenz): Nach erfolgtem Orgasmus bewirken Muskelkontraktionen einen steigenden Ausfluss des Blutes aus dem Penis. Die Folge ist eine Verkürzung des Penis sowie die Verkleinerung des Umfangs, bis zur Schlaffheit.

Generell können in allen Stufen des Erektionsprozesses Probleme auftreten. Hinsichtlich der ED sind jedoch nur die ersten vier Phasen relevant, da sich in diesen der Penis versteift.